Sonntag, 13. August 2017

Don't like. don't read: Feehann, Shadows 1, Stefano, abgebrochen

Ich dachte, ich probiere es in diesem Urlaub mal wieder mit einem Feehann Roman.
Immerhin habe ich ihre Drake-Schwestern sehr gerne gelesen und die ersten Sea-Haven Romane um die Prakenskij-Brüder waren auch nicht schlecht, auch wenn ich da irgendwie dann die Lust  verloren habe und mich anderweitig orientiert habe.

Einmal hatte mich das Cover angesprochen und auch der Klappentext hörte sich für mich ganz gut an, also habe ich das Buch gekauft.
Doch wie ich schon in der Überschrift geschrieben habe, habe ich nach einem gefühlten Viertel des Buches das Handtuch geworfen.

Es war irgendwann ein klassischer Fall von "Don't like. don't read".

  1. Der Namensgeber des Romans, Stefano ist ein wirklich unsympathischer Kerl, sein Frauenbild ist dermaßen antiquiert, das es mir die Fingernägel aufstellte.
  2. Das ganze "Drumherum" gefällt mir überhaupt nicht. Streng genommen spielt der Roman in der organisierten Kriminalität, wir haben eine Italo-Amerikanische Umgebung, Familienclans, abgesteckte Gebiete und  Stefano und seine Geschwister sind die "Vollstrecker", die auf Wunsch und nach "Absegnung" eines familiären "Möchtegern-Gerichts", mal eben losziehen und jemanden ermorden.
    Gnah ich muss hier echt aufhören, so sehr regt mich das auf, was ist das bloß für ein krankes Bild von Justiz ... - Halt Stopp, nicht weiter ausführen, da gehört hier nicht her.

  3. Die Heldin der Geschichte wird von der Autorin gnadenlos demontiert.
    Da hat sie eine starke, stolze und selbstbewusste Heldin geschaffen, um sie im nächsten Augenblick als fürchterliches Dummchen dastehen zu lassen, das nicht merkt, dass sie einem Voyeur und Serienvergewaltiger ins Haus gelaufen ist.
    Genau, weil eine Frau,  die ständig über ihre Schulter schaut, nicht merken wird, dass jemand ihr Türschloss mit Klebeband blockiert hat. *Augenroll*

  4. Diese Szenerie führt dann dazu, dass der sogenannte Held der Geschichte diese ach so wichtige Frau in seinem Leben behandelt wie einen Putzlumpen. Sich einen feuchten Kehricht um ihre Wünsche und ihre Würde schert und sie rücksichtslos, öffentlich auf entwürdigende Weise in "sein Gebiet" und in seine Wohnung verschleppt.

Das war dann der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen brachte und mich das Buch abhaken ließ.
Schade, dass es ein E-Book ist, wäre es ein "richtiges" Buch, hätte ich es einfach versucht weiter zu verkaufen, um diesen Ballast los zu werden.










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