Dienstag, 15. August 2017

Rezension: Mein - Für immer von B. H. Bartsch

Für die Dream-Readers Challenge Aufgabe Juli 2017  : Lies ein Paranormales Buch habe ich mir den Titel
Mein - Für immer
von B. H. Bartsch
ausgesucht

So vorweg   erstmal den "Klappentext" - Per C&P bei Amazon kopiert :

Bennet ist als Empath geboren und hat nie das Leben in einem Rudel kennengelernt. Mit einem gebannten Wolf in seinem Körper muss er nach dem Tod seines Großvaters seine Heimat verlassen. In seiner Trauer beschließt er, nach Jasper in Kanada zu fahren. Dort trifft er auf das Geburtsrudel seines Vaters, aber auch auf einen alten Feind seiner Familie.

Jim ist Alpha seines Rudels mit Leib und Seele. Er liebt seine Freunde, seine Unabhängigkeit und geht in seiner Arbeit als selbstständiger Bauunternehmer auf. Doch eines Tages trifft er auf Bennet, seinen Gefährten. So weit, so gut, nur Bennet ist ein Mann.
Schaffen die beiden es, die Hürden zu nehmen und ein Paar zu werden? Kann Jim sich an einen Mann als Gefährten gewöhnen und ihn vor allen Widrigkeiten beschützen?
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Auf eine eigene Zusammenfassung  verzichte ich  hier mal, weil sie nur spoilern würde.

Das habe ich dazu zu sagen :

Wir haben es hier mit einer Geschichte zu tun, die von einer deutschen Autorin  in deutscher Sprache geschrieben wurde. Das macht sich beim Lesen durchaus bemerkbar.
Die Sprache ist einfach runder als in einer Übersetzung. Das erhöht die Lesefreude ungemein - finde ich-.

Der Einfluss gängiger anglo-amerikanischer Shiffter-Romances ist für mich offensichtlich und das ist nicht nur dem nordamerikanisch-kanadischem Setting zu verdanken.
Das Personal, der gesamte Plot und die Konflikte erinnern mich zumindest stark an die amerikanischen Shifter-Serien, die ich selbst gerne gelesen habe, weshalb mir die Geschichte gut gefällt.

Beschrieben ist halt eine der unzähligen Interpretationen des "Wandler-Rudel vs. Außenseiter (den man aber eigentlich dringend braucht- Motives".

Da ist dann halt nicht viel neues unter der Sonne :-), gut wenn man so wie ich gerne Vertrautes liest. 

Die eingearbeiteten Konflikte und die Figuren entsprechen den üblichen Mustern und sind leicht zu entziffern.

Bennet= der (gar nicht so) Schwache mit der besonderen Gabe.
Jim= der (viel zu) nette Alpha, der "ich muss hetero sein-Typ"
die Rudel-Alten, für die nur "das haben wir schon immer so gemacht" gilt.
die Rudel-Jüngeren, die dringend einen Wechsel wollen.

Solide erzählt, werden die Konflikte für meinen Geschmack zum Teil recht /zu schnell ab- und regelrecht glatt gebügelt, das Buch hätte  für meinen Geschmack noch die eine oder andere Vertiefung vertragen können.

Schön fand ich auch, dass die Autorin darauf verzichtet hat, die Figuren bis ins letzte Schamhaar zu beschreiben, so dass ich sie mit eignen "Kopf-Kino-Personal " besetzen konnte.

Was mich wirklich irritiert hat, ist folgendes:
Wie ich schon am Anfang schrieb, es ist ein deutsches Buch, mit wirklich runder gut zu lesender Sprache - leider hat die Autorin an ein zwei Stellen auf Anglizismen zurückgegriffen, die sie mit ein wenig Geschick wunderbar hätte umgehen können, ich sage nur "Precum"(sic!) und "Briefs".
Das hat mich jedesmal voll aus dem Lesefluss gebracht. - Schade

mein Fazit :

Ein leichter netter Lesespaß für einen Nachmittag.

Den Folgeband:"Ein Vogel für den Puma" habe ich auch gelesen und würde ihn ähnlich beschreiben. Band drei der bald herauskommt steht schon auf dem Wunschzettel.

















Sonntag, 13. August 2017

Rezension Silver Silence von Nalini Singh



Es ist Sonntag und ich habe mir vorgenommen, endlich alle ausstehenden Rezensionen zu beenden. Die schmoren hier schon so lange als Entwürfe, aber ich komme oft genug nicht dazu, sie endlich zu beenden also Silver Silence von Nalini Singh:

So nun muss ich mich doch mal endlich aufraffen und meiner Begeisterung für das Buch Silver Silence von Nalini Singh in Worte fassen.

Ich habe ja erst vor einem (oder auch vor zwei?) Jahr(en) angefangen Frau Singhs Psy/Changeling Serie zu lesen und war (und bin es immer noch) begeistert von der Tiefe und Vielfältigkeit ihrer Geschichten. Sie hat es über eine lange Zeit geschafft einen Serienbogen zu halten, dabei genügend Handlungsstrange zu erschaffen und sie mal hier mal dort enden zu lassen, ohne den Gesamtbogen aus den Augen zu verlieren.
Außerdem ist sie die Meisterin der Grautöne. Selbst so finstere Gestalten wie Kaleb Krychek haben ihre Geschichte und bekommen ihre Tiefe u d ihre Chance auf eine andere, bessere Zukunft.
Aber auch die Bösen gibt es und einige geben einen guten Kontrast zu den grauen Figuren ab.
Silver Silence wurde von der Autorin immer als der Beginn eines neuen Handlungsstranges angekündigt.
Und so haben wir zwar immer wieder mal Hinweise auf den Verbleib der Wandler in den USA doch nun verlagert sich der Fokus auf neue Protagonisten.
Mit Silver Mercant haben wir eine Protagonistin, die wir als Leser der Reihe schon kennen, doch sie wird aus neuen Blickwinkeln gezeigt.
Das kommt auch daher, dass Nalini Singh es schafft, mit der Familie Mercant einen Gegenentwurf zu den reinen Silence Familien zu erschaffen. Sie sind quasi eine Weiterentwicklung des Clans dem Faith entstammt.
Alle Mitglieder der Familie werden angenommen und behütet und beschützt, auch wenn sich über die eine oder andere Methode streiten lässt.
Doch niemals wird ein Mitglied der Familie Silence „geopfert“, im Gegensatz zum Beispiel zu Walkers Psy-Partnerin, die einfach das Kind abtreiben lässt, weil die Familie der Laurens in Ungnade gefallen ist.
Also hat Silver eine besondere Stärke, sie entstammt einem mächtigen- und gleichzeitig beschützenden Umfeld, das sie eben auch stark macht, weil sie immer einen Rückhalt hat. Das mach sie in dieser Geschichte so stark, dass ihre körperliche Schwäche, als ein Anschlag auf sie verübt wird, nicht negativ auffällt. Sie ist wie alle Frauen dieser Autorin stark in ihrem eignen Rahmen. (Das mag ich ja so sehr an Nalini Singh, ihre Frauen sind nie schwach aber auch keine verkappten Männer :-) )

Mit Vadim wird ihr ein Wandler an die Seite gestellt, der es in sich hat. Auf der einen Seite unglaublich zielstrebig und geradezu verbissen, auf der anderen Seite aber auch mit Altlasten geplagt, die es in sich haben.
Und die Zwei kommen so schnell zusammen, dass ich praktisch auf den Knall gewartet habe.
Und er kommt, der Knall und man möchte mit dem Bärenwandler Mitleid haben. Doch Vadim gibt nicht auf und das macht das Buch so toll zu lesen. Er kämpft um seine „Starlight“ (Ich habe doch glatt meine alten Scorpions -Balladen rausgesucht während ich dieses Buch gelesen habe „Lady Starlight“ war irgendwie die passende Untermalung)

Noch immer gibt es Kräfte, die mit der Entwicklung und dem Dreierbündnis, der Psy-Changeling Trinity, die für diesen Handlungsbogen namensgebend ist, unzufrieden sind.
Und mehr als einer ist bereit über Leichen zu gehen, um die eigenen Wünsche und Ziele durchzusetzen.

Diese geben einen guten Hintergrund ab, für #TeamStarlightandHerTeddyBear (grins, ich mag den Hashtag einfach).

Beide Protagonisten bringen mit ihren Familien, ich fasse Vadims Bärenrudel hier mal als Familie auf, noch jede Menge spannende Figuren mit.
Ich bin ja mal schwer gespannt, wie sich die Geschichte um Silvers „Beinahe-Zwillingsbruder“ so entwickelt.

Es ist für mich als Gay-Romance Leserin schon ganz nett zu lesen, wie, ja schon fast nebensächlich, es zur Kenntnis genommen wird, dass da zwei Männer aneinander interessiert sind.



Fazit eine tolle Fortsetzung und ein toller Beginn im Psy/Changeling Universum :-)

Don't like. don't read: Feehann, Shadows 1, Stefano, abgebrochen

Ich dachte, ich probiere es in diesem Urlaub mal wieder mit einem Feehann Roman.
Immerhin habe ich ihre Drake-Schwestern sehr gerne gelesen und die ersten Sea-Haven Romane um die Prakenskij-Brüder waren auch nicht schlecht, auch wenn ich da irgendwie dann die Lust  verloren habe und mich anderweitig orientiert habe.

Einmal hatte mich das Cover angesprochen und auch der Klappentext hörte sich für mich ganz gut an, also habe ich das Buch gekauft.
Doch wie ich schon in der Überschrift geschrieben habe, habe ich nach einem gefühlten Viertel des Buches das Handtuch geworfen.

Es war irgendwann ein klassischer Fall von "Don't like. don't read".

  1. Der Namensgeber des Romans, Stefano ist ein wirklich unsympathischer Kerl, sein Frauenbild ist dermaßen antiquiert, das es mir die Fingernägel aufstellte.

  2. Das ganze "Drumherum" gefällt mir überhaupt nicht. Streng genommen spielt das Ganze in der organisierten Kriminalität, wir haben eine Italo-Amerikanische Umgebung, Familienclans, abgesteckte Gebiete und  Stefano und seine Geschwister sind die "Vollstrecker", die auf Wunsch und nach "Absegnung" eines familiären "Möchtegern-Gerichts", mal eben losziehen und jemanden ermorden.
    Gnah ich muss hier echt aufhören, so sehr regt mich das auf, was ist das bloß für ein krankes Bild von Justiz ... - Halt Stopp, nicht weiter ausführen, da gehört hier nicht her.

  3. Die Heldin der Geschichte wird von der Autorin gnadenlos demontiert.
    Da hat sie eine starke, stolze und selbstbewusste Heldin geschaffen um sie im nächsten Augenblick als fürchterliches Dummchen dastehen zu lassen, das nicht merkt, dass sie einem Voyeur und Serienvergewaltiger ins Haus gelaufen ist.
    Genau, weil eine Frau die ständig über ihre Schulter schaut, nicht merken wird, dass jemand ihr Türschloss mit Klebeband blockiert hat. *Augenroll*

  4. Diese Szenerie führt dann dazu, dass der sogenannte Held der Geschichte diese ach so wichtige Frau in seinem Leben behandelt wie einen Putzlumpen. Sich einen feuchten Kehricht um ihre Wünsche und ihre Würde schert und sie rücksichtslos, öffentlich auf entwürdigende Weise in "sein Gebiet" und in seine Wohnung verschleppt.

Das war dann der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen brachte und mich das Buch abhaken ließ.
Schade, dass es ein E-Book ist, wäre es ein "richtiges" Buch, hätte ich es einfach versucht weiter zu verkaufen, um diesen Ballast los zu werden.










Samstag, 22. Juli 2017

Psst nicht stören - ich lese gerade

Moin,

also ich habe wir schon im Vorpost erwähnt einen ziemlichen
Leseflash, erst hatte ich mit Sloane Kenneddys kompletter The Protectors  and Baretti - Serie einen Haufen spannender Geschichten zu lesen.
Dann habe ich H.B. Bartschs
Mein für immer und anschließen Ein Vogel für den Puma  verschlungen.

Darüber bin ich bei Lisa Olivers Cloverleah Pack Serie  gelandet und lese und lese jede freie Minute.

Ich schreib dann auch noch was dazu, aber jetzt wird gelesen ...

Wenn ich nicht meine Sommerferien geplagten  Kinder bespaße :-)

LG Allerleihrau

DreamReaders Reading Challenge Aufgaben Juli erledigt

So ich hab die Juli Aufgaben erledigt


Die Aufgaben für Juli lauten:1) It’s all about the music. Lies ein Buch, in dem Musik eine Rolle spielt.
2) Lies eine paranormale Geschichte.




Zu 1. wurde es

Music to the Soul  von Anabella Michaels,
eine schöne Geschichte eine noch bessere Reihe und gerade kam ein neues Buch raus, das ich demnächst lesen werde


Zu 2. wurde es 
Mein - Für immer von B.H. Bartsch
eine vielversprechende Entdeckung für mich und Schuld an meinem paranormalen Leseflash ...


LG Allerleihrau

Sonntag, 9. Juli 2017

Ein Smiley für "instalove"

Bin auf der Suche nach einer neuen Lektüre  in einer englischsprachigen Rezension über den Begriff  "instalove" gestolpert .
 Der gefällt mir sehr, der Begriff .
Ich find ihn sehr prägnant und bildlich. ...


Montag, 26. Juni 2017

Rezension: M.S. Kelts: Dark Side of Glamour

Dies ist ein Titel den ich für die DreamReaders Reading Challenge gelesen habe.

Eine der Aufgaben der  Challenge, war es eine Kurzgeschichte zu lesen.

Das war für mich schon eine Herausforderung, weil ich mit den veröffentlichten Kurzgeschichten oftmals so meine Probleme habe; das muss ich wohl vorausschicken.

Kurzgeschichten sind für mich eine oft unterschätzte Disziplin des Schreibens.
Auf nur wenigen Seiten, mit nur wenigen Worten müssen ein Anfang eine Mitte und ein Ende untergebracht werden.

So banal das klingt, aber wenn man sich zum Beispiel mal auf Bookrix umsieht, dann merkt man sehr schnell, dass es vielen (Hobby-)Autorinnen und Autoren eben nicht gelingt, ein Anfang eine Mitte und ein Ende unterzubringen.
Der Grund, sie wählen den falschen Ansatz und versuchen zu viel in eine Geschichte hinein zu bringen, das ist zumindest meine Meinung.

Oder sie wählen den falschen Ausschnitt und unterschlagen so viele Informationen, dass man als Leser da sitzt und sich fragt "Häh, Warum, Wieso, weshalb?"
Und damit meine ich nicht unbedingt die sogenannten Outtakes der recht etablierten Autorinnen und Autoren der Plattform, sondern vor allem die diversen Wettbewerbs-Beiträge.

Aber nun zu "Dark Side of Glamour":
Es handelt sich um ein Outtake, aus M.S. Kelts "Loving silver Universum".

Zum Inhalt:
Klappentext auf der Seite der Autorin kopiert:

Nichts ist so, wie es scheint, oder wie er es gerne hätte. Das wird Jamie schmerzhaft klar, als ein ehemaliger Kollege versucht wieder mit ihm Kontakt zu bekommen. 
Jamies taffe Fassade bröckelt zunehmend, aber er lässt sich nicht helfen. Und Mike weiß, dass er langsam an seine Grenzen kommt ...

In eigenen Worten:
Jamie  bekommt die Anfrage ob er nicht Kontakt mit einem ehemaligen Kollegen, aufnehmen möchte.
Dieser Kollege hat mit ihm am Anfang seiner aktiven Silver Zeit gedreht und ist dann im Gegensatz zu Jamie abgerutscht.
Jamie sieht sich den Streifen an den sie gemeinsam gedreht haben an und Mike kommt dazu.
Daraus entwickelt sich ein sehr leidenschaftliches Gespräch über die Sicht der beiden auf die Porno-Industrie. In diesem Gespräch zeichnet sich ab, dass auch Jamie noch viel verarbeiten müsste, sich aber dagegen sträubt. 
Das wiederum, so zeigt die Unterhaltung, belastet Mike, der als Angehöriger einfach an seinen Grenzen angekommen ist.

------------------------Wie ich die Geschichte  fand ---------------------------------------------

Kurz gefasst? - enttäuschend.

Nicht weil sie schlecht geschrieben ist, daran gibt es nichts zu meckern, aber es ist einfach keine Kurzgeschichte, es ist der Anfang, nur von was?
Die Autorin lässt den Leser einfach hängen, anders kann ich es nicht beschreiben.
Ich habe das Gefühl am Anfang eines Fortsetzungsromans zu sein - nur es kommt keine Fortsetzung.
Und das ist so jammerschade, weil da soviel Potential in der Geschichte steckt, aber man bleibt mitten drin hängen.

Dabei werden sehr wichtige Themen behandelt:

Wie sehen Mike und Jamie die Porno-Industrie, wie sehen sie die Verantwortung für sich selbst?
Wie gehen Gewaltopfer mit ihrer Erfahrung um? - Jamie nicht besonders gut, soviel sei gesagt.
Wie erleben Angehörige den Umgang des Betroffenen mit der Gewalterfahrung? Mike ist am Ende angekommen, seiner Kraft und auch seiner Geduld.

Das wird auch wirklich gut thematisiert, aber es gibt leider kein Ende, nicht mal ein vorläufiges, und das ist echt ärgerlich.

Dabei kann die Autorin durchaus Kurzgeschichten schreiben, das hat sie mit anderen Outtakes des „Loving Silver“-Universums schon bewiesen.

Ich bin  auch nochmal in mich gegangen, ob ich diesen Text überhaupt als Kurzgeschichte werten soll, aber bei 49 Seiten bin ich einfach mal davon ausgegangen, das ich hier eine kurze Geschichte serviert bekomme.

Wer mit einem offenen Ende von ausmassen eines Scheunentores klar kommt und  Mike und Jamie liebt, dem sei die Gesichte empfohlen, allen anderen würde ich raten zu warten bis die Geschichte fortgesetzt wird.

Und ich sitze hier und warte dennoch geduldig auf neues aus der Feder der Autorin.